8. Mitgliederversammlung Wundnetz Kiel e.V.

09.02.2012 | Mitgliederversammlung

Bilder und Bericht von der 8. Mitgliederversammlung vom 07.02.2012

Vortrag zum Thema "Differentialdiagnosen bei chronischen Wunden"

Vortrag zum Thema „Differentialdiagnosen bei chronischen Wunden“

Die Mitgliederversammlung des Wundnetz Kiel e.v. fand am 7.02.2012 erneut im Hotel Atlantic statt. Trotz der Konkurrenzveranstaltung Pokalviertelfinale (Holstein Kiel : Dortmund – Endstand 0 : 4) kamen ca. 40 Teilnehmer.

Dr. H. Lawall, Chefarzt Gefäßzentrum, Asklepios Westklinikum Hamburg hielt einen sehr informativen Vortrag zum Thema „Differentialdiagnosen der chronischen Wunde“. Er wies daraufhin, dass beim Anfertigen von Abstrichen auch Pilze bzw. im Wundverlauf ein Keimwechsel zu bedenken sind. Eine antibiotische Therapie sollte bei einer reinen Weichteilinfektion maximal 2-3 Wochen, bei Knochenbeteiligung bis zu 3 Monaten gegeben werden. Nekrosen im Rahmen einer Entzündung oder Sepsis könnten auf eine pAVK hinweisen, allerdings auch durch septische Embolien verursacht werden.


Bei ausgestanztem Ulcus, Hautveränderungen im Sinne einer Livedo und Raynaud Phänomen sollte in jedem Fall eine Kollagenose bzw. Vaskulitis ausgeschlossen werden. Eine weitere Differentialdiagnose stellt das Pyoderma gangraenosum dar, das zusätzlich zur lokalen Behandlung und ggf. Therapie der Grunderkrankung mit Cortison und/oder Antibiotika behandelt werden kann.

Auf diesen gelungenen Vortrag folgte durch A. Bethke eine kurze Zusammenfassung, der Tätigkeiten des Vorstandes der letzten Monate und ein kleiner Ausblick auf die kommenden Aktivitäten. Weiterhin berichtete er, dass das 4. Kieler Wundsymposium am 7.3.2012 im Bürgerhaus Kronshagen fast ausgebucht sei und er wies auf den Bremer Wundkongress (9.-10.05.2012) hin.

Der Standard zu „Chronische Wunden bei pAVK“, der auf der letzten Mitgliederversammlung von Herrn OA Dr. Siggelkow vorgestellt wurde, ist mittlerweile verabschiedet und auf der Homepage des Wundnetz Kiel e.v. einsehbar.

Der zweite Vortrag durch B. von Hallern, Pfleg. Leitung Zentrale Notaufnahme Elbe Klinikum Stade, war zum Thema „Physikalische Keimreduzierung“ versus Antiseptika bzw. silberhaltige Produkte und zeigte anhand von Fallbeispielen interessante Möglichkeiten der Wundversorgung mit hydrophoben Wundauflagen.

Zum Abschluss dieses informativen und gelungenen Abends gab es ein gutes, reichhaltiges Buffet und die Möglichkeit für ausgiebigen Austausch.

Die nächste Mitgliederversammlung des Kieler Wundnetz e.v. ist für den 5.06.2012 geplant; Thema sind silberhaltige Wundauflagen. Die Einladungen hierfür folgen.

In der Zwischenzeit Frohe Ostern!
(Dr. Julia Wegner)