Nov 232013
 

Bericht zur Mitgliederversammlung des „ Wundnetz Kiel e.V.“ am 19.11.2013 im Hotel Atlantik

Zur Begrüßung übermittelte der 2.Vorsitzende Herr Axel Bethke Grüße von der 1. Vorsitzenden Frau Dr. Frauke Timm, die leider verhindert war, an die 23 anwesenden Mitglieder.

Die Beschlussfähigkeit der Versammlung wurde festgestellt  und Herr Bethke begann mit dem Bericht des Vorstandes 2012/13. Die Schwerpunkte in diesen Jahren lagen bei den Therapie- und Pflegestandards, wobei sich darauf verständigt wurde, die Standards des „Wundzentrum Hamburg“ zu großen Teilen zu übernehmen. Ein weiterer Aktionspunkt war die neu erstellte Internetseite. Außerdem beteiligte sich das Wundnetz Kiel als Sponsor am Kieler Wundsymposium.


Die Mitgliederzahlen sind konstant, das Kieler Wundnetz würde aber von einer höheren Anzahl aktiver Mitglieder profitieren.

Als nächstes berichtete der Kassenwart Dr. Sebastian Boehm über die finanzielle Lage des Kieler Wundnetzes und der Kassenprüfer Herr Manfred Winkler vermeldete seine Prüfung. Die finanzielle Lage ist unverändert stabil. Allerdings ist das Verfahren auf Prüfung der Gemeinnützigkeit noch nicht abgeschlossen, so das dem Kieler Wundnetz eine Nachzahlung von Steuern möglicherweise ins Haus stehen könnte.

Im Anschluss sind sowohl Vorstand, als auch Kassenwart entlastet und Neuwahlen durchgeführt worden.

 In den Vorstand sind gewählt worden:

1. Vorsitzende Dr. Frauke Timm
2. Vorsitzender Axel Bethke
Kassenwart Ole Schewelies

Als Kassenprüfer wurden gewählt:

Dr. Sebastian Boehm und Kristina Hubka

In den Beirat wurden gewählt:

Eric Grundner, Gesine Guhde-Speil, Dr. Sievert Klöhn, Olga Shevyreva, Birte Weiß, Manfred Winkler und Annedore Winter

Nach einer Pause und einem Imbiss begann der öffentliche Teil der Veranstaltung um ca. 20:30 Uhr mit einem Vortrag von Frau Specht (Firma Bauerfeind) über die „optimale Versorgung bei Lymph-/ Lipödem“.  Sie ging hierbei vor allem auf die Unterschiede von  Rund- und  Flachstrickversorgungen bei den Kompressionsstrümpfen ein.  Frau Specht betonte die Notwendigkeit einer genauen Maßtechnik und die Zusammenarbeit von ÄrztInnen, PhysiotherapeutInnen und OrthpädietechnikerInnen.  Auch die Auswahl der verschiedenen Bestrumpfungsformen (Knie-, Schenkelstrümpfe, Kompressions(radler)hosen, etc.) im Hinblick auf Anatomie und eventuelle Bewegungseinschränkungen wurde eingehend erläutert und an verschiedenen negativen, aber auch positiven Beispielen dargestellt.

Im zweiten Vortrag „Fluch und Segen- das Lymphsystem in der Wundbehandlung“  berichtete Frau Gesine Guhde-Speil  (Gesundheitszentrum am Löwen GZL) von ihren Erfahrungen im Arbeitsalltag mit Wundpatienten, die an einem zusätzlichen Lymphproblem leiden. Sie wies daraufhin, wie wichtig es sei, den Patienten im Ganzen zu sehen und zu versorgen. Dabei spielen sowohl sein häusliches als auch soziales Umfeld, die Betreuung durch Ärzte und Lymphtherapeuten aber auch die Infrastruktur und vor allem die Compliance des Patienten eine große Rolle. Bei Wundpatienten mit Lymphproblemen ginge es – so Frau Guhde-Speil – vor allem darum, das lymphatische System mit Hilfe von Lymphtherapie – verbunden mit Kompression – wieder in Schwung zu bringen, um den Abtransport der Körperabfallstoffe und Wundsekrete zu ermöglichen. Damit kombiniert natürlich auch die Versorgung mit geeignetem Wundmaterial und anderen Hilfsmitteln wie z.B. geeignetem Schuhwerk um die Mobilität der oftmals stark eingeschränkten Patienten zu ermöglichen.

Zum Schluss lieferte Axel Bethke noch einmal Ausblicke auf das nächste Jahr und die Terminplanung des Kieler Wundnetzes e.V. und des Wundstammtisches und den Termin des Kieler Wundsymposiums.
Herr Bethke bat noch einmal um die Werbung neuer Mitglieder und darum, sich den ausliegenden Teil der Standards des Hamburger Wundnetzes e.V., die übernommen werden sollen, mitzunehmen und zu studieren.

Im Anschluss an die Veranstaltung demonstrierte Krankengymnastin Frau Bärbel Wittmann allen Interessierten die Kompressionswicklung an einem Demobein das von der Firma Baurfeind zur Verfügung gestellt wurde.

Protokoll Ole Schewelies